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Wareneingang & Versand

Versandmitarbeiter

Versandmitarbeiter machen Sendungen fertig und auf den Weg: packen, etikettieren, Papiere erstellen, verladen und die Ladung sichern.

20 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Versandmitarbeiter verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.400 € 2.700 € 28.800 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.800 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €

Entscheidend sind Tarifbindung, Branche und der Anteil kaufmännischer Aufgaben. Reines Packen und Verladen wird wie die allgemeine Lagertätigkeit bewertet und liegt ohne Tarifbindung nahe am gesetzlichen Mindestlohn; sobald Zoll- und Gefahrgutpapiere, Frachtvergabe und Systembetreuung dazukommen, liegt die Stelle deutlich darüber. Hinzu kommen Region und Schichtmodell, denn der Versand liegt häufig in der Spätschicht und bringt entsprechende Zuschläge. Saisonspitzen werden über befristete Verträge und Personaldienstleister abgedeckt, wo Branchenzuschlag und Einsatzdauer die Höhe mitbestimmen. Angegeben ist das Grundgehalt in Vollzeit ohne Zuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Versandmitarbeiter?

Er bringt die Ware aus dem Haus. Kommissionierte Aufträge werden zusammengeführt, geprüft, verpackt und gesichert, Versandetiketten und Papiere werden erstellt, Sendungen werden den Frachtführern und Paketdiensten zugeordnet, angemeldet und schließlich verladen. Zur Aufgabe gehören das Zusammenstellen von Ladeeinheiten, das Wiegen und Vermessen, das Erstellen von Lieferscheinen und Frachtbriefen und bei Auslandssendungen die Ausfuhr- und Zollpapiere.

Der Warenausgang ist der letzte Punkt, an dem ein Fehler noch aufzuhalten ist, und zugleich der Punkt mit dem größten Zeitdruck, weil Abholzeiten feststehen. Dazu kommt ein Bereich, den Anzeigen selten nennen und der in vielen Häusern fest zur Stelle gehört: die Retouren. Zurücklaufende Ware wird geprüft, bewertet, wieder eingelagert, aufbereitet oder ausgesondert, und im Onlinehandel ist das kein Randgeschäft, sondern ein eigener Arbeitsbereich mit erheblichem Mengengerüst.

Wie wird man Versandmitarbeiter?

Über eine Einarbeitung im Betrieb. Ein Abschluss ist nicht vorgeschrieben; verlangt werden Sorgfalt, Belastbarkeit, sicheres Arbeiten mit Versandsoftware und meist der Flurförderzeugschein für das Verladen. Wer Gefahrgut versendet, braucht eine entsprechende Unterweisung, und wer Ausfuhrsendungen bearbeitet, Grundkenntnisse in Zollpapieren.

Die passenden Ausbildungsberufe sind der Fachlagerist mit zwei Jahren und die Fachkraft für Lagerlogistik mit drei Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich; der Versand von Gütern ist in beiden ein Kernbereich, und die Fachkraft lernt zusätzlich, Beladepläne unter Berücksichtigung eines Tourenplans zu erstellen. Erwachsene erreichen den Abschluss über eine Umschulung oder über die Zulassung in besonderen Fällen nach § 45 Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes.

Was der Beruf verlangt

Tempo am Ende des Tages und Genauigkeit trotzdem. Falsche Etiketten, vertauschte Sendungen oder fehlende Papiere verursachen Kosten, die weit über dem Wert der Tätigkeit liegen, und sie fallen erst beim Empfänger auf. Verantwortung trägt der Versand auch für die Ladungssicherung, denn schlecht gesicherte Ladung wird zum Problem des Fahrers und des Absenders zugleich.

Körperlich bestimmen Heben, Tragen, Packen im Stehen und der Torbereich mit Zugluft den Tag. Die Arbeitszeit folgt den Abholzeiten und liegt deshalb oft in der Spätschicht; in Betrieben mit Nachtversand kommt Nachtarbeit hinzu, für die § 6 des Arbeitszeitgesetzes einen angemessenen Ausgleich verlangt, soweit kein Tarifvertrag etwas regelt, und für deren Zuschläge § 3b des Einkommensteuergesetzes die Grenze der Steuerfreiheit zieht. Saisonspitzen werden in diesem Bereich häufig über Personaldienstleister abgedeckt; dann gelten der Gleichstellungsgrundsatz des § 8 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes mit seiner tariflichen Abweichung für die ersten neun Monate und die Überlassungshöchstdauer von achtzehn Monaten nach § 1 Absatz 1b.

Aussichten

Solange versandt wird, wird dieser Bereich gebraucht, und das Mengengerüst wächst mit dem Onlinehandel. Packautomaten und automatische Etikettierung nehmen Routinearbeit ab, während Sonderverpackungen, Gefahrgut, Auslandspapiere und Retourenbewertung bleiben. Wer Zoll-, Gefahrgut- und Ladungssicherungskenntnisse mitbringt und einen Abschluss nachholt, kommt in die Versandsachbearbeitung, in die Disposition oder in die Schichtführung.

Aufgaben

  • Kommissionierte Aufträge zusammenführen und prüfen
  • Sendungen verpacken, wiegen und etikettieren
  • Lieferscheine, Frachtbriefe und Ausfuhrpapiere erstellen
  • Sendungen bei Frachtführern und Paketdiensten anmelden
  • Fahrzeuge beladen und Ladung sichern
  • Gefahrgutsendungen kennzeichnen und dokumentieren
  • Retouren annehmen, prüfen und zuordnen
  • Versanddaten im System pflegen

Voraussetzungen

  • Sorgfalt bei Papieren, Etiketten und Mengen
  • Erfahrung mit Versand- und Lagersoftware
  • Körperliche Belastbarkeit beim Packen und Verladen
  • Kenntnisse in Ladungssicherung
  • Flurförderzeugschein von Vorteil
  • Bereitschaft zu Spät- und Wochenendschichten

Wo man arbeitet

  • Versandzentren des Onlinehandels
  • Werksversand von Industriebetrieben
  • Speditions- und Umschlaglager
  • Ersatzteil- und Pharmaversand
  • Personaldienstleister mit Lagerüberlassung

Der Weg in den Beruf

Ein Abschluss ist nicht vorgeschrieben; eingearbeitet wird im Betrieb, ergänzt um Unterweisungen in Gefahrgut und Ladungssicherung sowie häufig um den Flurförderzeugschein. Die einschlägigen Ausbildungsberufe regelt die Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich: Fachlagerist mit zwei Jahren und Fachkraft für Lagerlogistik mit drei Jahren nach § 2 dieser Verordnung; der Versand von Gütern gehört in beiden zum Ausbildungsberufsbild, und die Fachkraft erstellt zusätzlich Beladepläne unter Berücksichtigung eines Tourenplans. Erwachsene erreichen den Abschluss über eine Umschulung oder über § 45 Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes. Aufbauend folgen Versandsachbearbeitung, Logistikmeister und Fachwirt.

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