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Stapler & Flurförderzeuge

Staplerfahrer

Staplerfahrer bewegen Lasten mit Flurförderzeugen; Staplerfahrer ist kein Ausbildungsberuf, sondern eine Qualifikation nach der DGUV Vorschrift 68 mit schriftlicher Beauftragung durch den Betrieb.

166 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Staplerfahrer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.500 € 2.700 € 30.000 €
Mit Berufserfahrung 2.600 € 2.900 € 3.200 € 34.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.900 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €

Bezahlt wird nicht der Schein, sondern der Einsatz. Schmalgang, Schubmast, Reachstacker und Arbeit im Tiefkühlbereich liegen über dem Gegengewichtsstapler in der Halle, und die Tarifbindung des Betriebs entscheidet über den Abstand. Hinzu kommen Region, Branche und das Schichtmodell, denn im Dreischichtbetrieb machen Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge einen erheblichen Teil des ausgezahlten Betrages aus. Ein großer Teil der Stellen wird über Personaldienstleister besetzt, wo Branchenzuschläge und Einsatzdauer die Vergütung mitbestimmen. Angegeben ist das Grundgehalt in Vollzeit ohne Zuschläge und Zulagen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Staplerfahrer?

Er bewegt das, was von Hand nicht zu bewegen ist. Paletten werden entladen, eingelagert, aus dem Hochregal geholt, zur Kommissionierzone gebracht und auf Lastwagen verladen; im Umschlag kommen Wechselbrücken, Container und Langgut hinzu. Zur Arbeit gehören die tägliche Sichtkontrolle des Fahrzeugs, das Laden oder Wechseln der Batterie, das Erkennen von Lastschwerpunkt und Tragfähigkeitsgrenzen und das Melden von Schäden an Regal und Ladungsträger.

Die Bezeichnung steht für eine Qualifikation und nicht für einen Ausbildungsberuf, und das wird in Stellenanzeigen regelmäßig verwischt. Maßgeblich ist die DGUV Vorschrift 68 mit dem Titel Flurförderzeuge. Deren § 7 Absatz 1 erlaubt dem Unternehmer, mit dem selbständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand nur Personen zu beauftragen, die mindestens achtzehn Jahre alt, für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind und ihre Befähigung nachgewiesen haben; der Auftrag muss schriftlich erteilt werden. Für handgeführte Mitgängergeräte genügt nach § 7 Absatz 2 eine Unterweisung. Gefahren wird je nach Halle der Gegengewichtsstapler, der Schubmaststapler im Schmalgang, der Seitenstapler am Langgutlager oder der Reachstacker am Terminal.

Wie wird man Staplerfahrer?

Über eine Qualifizierung, die der DGUV Grundsatz 308-001 beschreibt; er trägt seit Dezember 2022 den Titel Qualifizierung und Beauftragung der Fahrerinnen und Fahrer von Flurförderzeugen außer geländegängigen Teleskopstaplern und ist die praktische Auslegung zu § 7 der Vorschrift. Die Qualifizierung ist dreistufig aufgebaut. Die allgemeine Qualifizierung umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil und endet mit einer Prüfung; danach werden Qualifikationszertifikat und Fahrausweis ausgestellt. Die Zusatzqualifizierung gilt für Bauarten, die anders zu fahren sind als der Gegengewichtsstapler. Die betriebliche Qualifizierung kann kein Lehrgangsanbieter leisten, denn sie besteht aus der Einweisung an den vorhandenen Geräten und der Unterweisung nach der Betriebsanweisung.

Der Fahrausweis allein berechtigt zu nichts. Erst die schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer erlaubt das Fahren; sie ist nicht übertragbar und erlischt beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Der Schein wandert also zum nächsten Arbeitgeber, die Beauftragung nicht.

Was der Beruf verlangt

Körperliche Eignung im engeren Sinn, und zwar mehr als einen Sehtest: Sehschärfe, seitliches Gesichtsfeld, räumliches Sehen, Hörvermögen, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit. Dazu kommen Verständnis für technische Zusammenhänge, Zuverlässigkeit und Umsicht, denn ein Stapler mit angehobener Last verändert seinen Schwerpunkt mit jedem Zentimeter Hub. Die Belastungen sind Ganzkörpervibration, Zwangshaltungen beim Rückwärtsfahren, Zugluft an den Toren und Lärm.

Der Alltag ist Schichtbetrieb. Früh, Spät und Nacht wechseln in Distributionszentren meist rollierend, und über die Zuschläge entsteht ein erheblicher Teil des Einkommens; § 6 des Arbeitszeitgesetzes verlangt für Nachtarbeit bezahlte freie Tage oder einen angemessenen Zuschlag, soweit kein Tarifvertrag etwas regelt, und § 3b des Einkommensteuergesetzes zieht die Grenze der Steuerfreiheit. Viele Stellen werden über Personaldienstleister besetzt; dann gelten der Gleichstellungsgrundsatz des § 8 des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes mit seiner tariflichen Abweichung für die ersten neun Monate und die Überlassungshöchstdauer von achtzehn Monaten nach § 1 Absatz 1b. Die Einweisung an den Geräten schuldet dabei der Einsatzbetrieb.

Aussichten

Die Nachfrage ist hoch und breit, weil jede Halle Flurförderzeuge betreibt. Automatisierung verschiebt die Arbeit, hebt sie aber nicht auf: Fahrerlose Transportsysteme übernehmen Standardwege, während Wareneingang, Sonderlast und Störung beim Fahrer bleiben. Wer Zusatzqualifizierungen für Schubmast, Schmalgang oder Reachstacker vorweist und dazu Kran- oder Gefahrgutkenntnisse mitbringt, hat die Wahl zwischen Umschlagterminal, Industrie und Handel und steht vor dem Weg über Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik in die Schichtführung.

Aufgaben

  • Paletten und Lasten mit dem Flurförderzeug bewegen
  • Lastwagen und Container be- und entladen
  • Waren ein-, um- und auslagern, auch im Hochregal
  • Kommissionierzonen beliefern und Leergut abräumen
  • Buchungen im Lagerverwaltungssystem erfassen
  • Fahrzeug täglich prüfen und Batterie laden oder wechseln
  • Schäden an Ladung, Regal und Gerät melden
  • Verkehrswege frei und Ladungsträger in Ordnung halten

Voraussetzungen

  • Fahrausweis für Flurförderzeuge und schriftliche Beauftragung im Betrieb
  • Mindestalter von achtzehn Jahren nach der DGUV Vorschrift 68
  • Körperliche und geistige Eignung, besonders räumliches Sehen
  • Erfahrung mit der im Betrieb eingesetzten Bauart
  • Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit
  • Umsicht und Verantwortungsbewusstsein im Regalgang

Wo man arbeitet

  • Distributions- und Logistikzentren
  • Umschlagterminals und Containerhäfen
  • Produktionslager der Industrie
  • Baustoff-, Holz- und Langguthandel
  • Personaldienstleister mit Lagerüberlassung

Der Weg in den Beruf

Einen Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Maßgeblich ist die DGUV Vorschrift 68 Flurförderzeuge, deren § 7 Absatz 1 Mindestalter, Eignung, Ausbildung, Befähigungsnachweis und eine schriftliche Beauftragung durch den Unternehmer verlangt; für handgeführte Mitgängergeräte genügt nach § 7 Absatz 2 eine Unterweisung. Die Qualifizierung beschreibt der DGUV Grundsatz 308-001, der seit Dezember 2022 den Titel Qualifizierung und Beauftragung der Fahrerinnen und Fahrer von Flurförderzeugen außer geländegängigen Teleskopstaplern trägt. Er gliedert sie in allgemeine Qualifizierung mit Prüfung und Fahrausweis, Zusatzqualifizierung für andere Bauarten und betriebliche Qualifizierung im Einsatzbetrieb. Als Abschluss darauf folgen Fachlagerist und Fachkraft für Lagerlogistik.

Verwandte Berufe

Fachlagerist

Fachlageristen nehmen Güter an, lagern, kommissionieren und versenden sie; die Ausbildung dauert zwei Jahre und kann im dritten Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden.

Offene Stellen
66
Monatsbrutto
2.300 – 3.800 €

Kommissionierer

Kommissionierer stellen aus dem Lagerbestand die einzelnen Aufträge zusammen; die Arbeit ist getaktet, körperlich und wird fast überall in Stückzahl und Zeit gemessen.

Offene Stellen
90
Monatsbrutto
2.200 – 3.400 €

Lagermitarbeiter

Lagermitarbeiter nehmen Ware an, lagern sie ein, kommissionieren und versenden; die Bezeichnung fasst Lagerist, Lagerhelfer und Lagerarbeiter zusammen und setzt keinen Abschluss voraus.

Offene Stellen
236
Monatsbrutto
2.100 – 3.300 €

Mitarbeiter Wareneingang

Mitarbeiter im Wareneingang nehmen Lieferungen an, prüfen sie gegen Bestellung und Papiere und buchen sie ein; an dieser Stelle entsteht die Bestandsqualität des ganzen Lagers.

Offene Stellen
21
Monatsbrutto
2.200 – 3.500 €

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