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Leitung & Schichtführung

Schicht- & Teamleiter Logistik

Schicht- und Teamleiter in der Logistik führen die Mannschaft einer Schicht, verteilen die Arbeit auf die Bereiche der Halle und verantworten Menge, Qualität und Arbeitssicherheit ihres Zeitfensters.

138 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Schicht- & Teamleiter Logistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.400 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.600 € 5.300 € 55.200 €

Maßgeblich sind Standortgröße, Führungsspanne und Tarifbindung. Eine Schicht mit einem Dutzend Beschäftigten wird anders bewertet als eine Nachtschicht mit mehreren Bereichen und dreistelliger Mannschaftsstärke, und die regional abgeschlossenen Tarifwerke der Logistik unterscheiden sich erheblich. Hinzu kommen Funktionszulagen, Schicht- und Wechselschichtzulagen sowie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, die in dieser Rolle einen erheblichen Teil des ausgezahlten Betrages ausmachen; die steuerpflichtige Schichtzulage und der steuerfreie Nachtzuschlag wirken dabei unterschiedlich auf Rente und Lohnersatzleistungen. Angegeben ist das Grundgehalt ohne Zulagen und Prämien.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Schichtleiter Logistik?

Er führt eine Halle für die Dauer seiner Schicht. Zu Beginn steht die Übergabe: offene Aufträge, Rückstände, Störungen an Anlagen, kranke Kolleginnen und Kollegen. Danach wird die vorhandene Mannschaft auf Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand verteilt, und zwar so, dass Termine, Lastspitzen und Qualifikationen zusammenpassen. Wer den Flurförderzeugschein und die schriftliche Beauftragung hat, kann auf den Stapler; wer neu ist, braucht eine Einweisung.

Im laufenden Betrieb kommen Störungen, Umpriorisierungen und Entscheidungen über Überstunden hinzu. Am Ende der Schicht stehen Kennzahlen zu Mengen, Fehlern und Auslastung, eine Übergabe an die nächste Schicht und die Meldung dessen, was nicht zu schaffen war. Zur Rolle gehören außerdem die Aufgaben, die sich nicht planen lassen: Gespräche über Leistung und Krankenstand, die Einarbeitung neuer Kräfte, die Betreuung der über Personaldienstleister eingesetzten Beschäftigten und die Durchsetzung des Arbeitsschutzes auch dann, wenn der Zeitdruck dagegen spricht.

Wie wird man Schichtleiter Logistik?

Fast immer aus der Halle heraus. Der übliche Weg führt über die Fachkraft für Lagerlogistik oder eine vergleichbare Ausbildung, einige Jahre Erfahrung im Bereich und die Übernahme einer Vorarbeiterrolle. Formal verlangt wird selten mehr als Berufserfahrung und Führungsbereitschaft; wer die Stelle behalten will, braucht allerdings mehr.

Die passende Fortbildung ist der Geprüfte Logistikmeister, der in vielen Betrieben auch als Industriemeister Logistik geführt wird. Er zielt genau auf diese Rolle: Schichtorganisation, Personaleinsatz, Arbeitsvorbereitung, Qualität, Arbeitssicherheit, Unterweisung und die Behandlung von Störungen im laufenden Betrieb. Geprüft wird vor der Industrie- und Handelskammer, und die Zulassungsvoraussetzungen klärt man dort besser vor dem Lehrgangsvertrag als danach. Hinzu kommt die Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung, die in Betrieben mit eigener Ausbildung häufig über eine Bewerbung entscheidet.

Was der Beruf verlangt

Die Bereitschaft, zwischen Betriebsleitung und Mannschaft zu stehen. Vorgaben kommen von oben, die Wirklichkeit von unten, und ausgeglichen wird das in der Schicht. Dazu gehören unangenehme Gespräche, das Verteilen unbeliebter Aufgaben und die Verantwortung für Kennzahlen, die von Bedingungen abhängen, auf die diese Rolle nur teilweise Einfluss hat.

Der Dienst folgt dem Schichtplan und umfasst regelmäßig Nacht- und Wochenendarbeit. § 6 des Arbeitszeitgesetzes begrenzt die werktägliche Arbeitszeit der Nachtarbeitnehmer und verlangt für Nachtarbeit bezahlte freie Tage oder einen angemessenen Zuschlag, soweit kein Tarifvertrag etwas regelt; § 3b des Einkommensteuergesetzes bestimmt, bis zu welcher Höhe ein Zuschlag steuerfrei bleibt. Wo ein erheblicher Teil der Mannschaft über Personaldienstleister kommt, gehört die Kenntnis des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes zur Aufgabe: § 12 Absatz 2 des Arbeitsschutzgesetzes weist die Unterweisung ausdrücklich dem Entleiher zu, und die Überlassung an denselben Entleiher ist nach § 1 Absatz 1b auf achtzehn aufeinander folgende Monate begrenzt.

Aussichten

Führungskräfte der ersten Ebene sind in der Logistik dauerhaft knapp, weil die Rolle fordernd ist und viele sie nach einigen Jahren wieder abgeben. Für Fachkräfte mit Erfahrung ist sie der übliche nächste Schritt und zugleich der Prüfstein für alles Weitere. Wer sie ausfüllt und den Logistikmeister oder einen Fachwirt ergänzt, kommt in die Abteilungs-, Bereichs- und Lagerleitung; wer lieber fachlich arbeitet, findet den Weg in Prozessplanung, Qualitätssicherung oder Arbeitssicherheit.

Aufgaben

  • Schicht übernehmen, planen und übergeben
  • Mannschaft auf die Bereiche der Halle verteilen
  • Auftragsfortschritt überwachen und umpriorisieren
  • Kennzahlen zu Menge, Qualität und Auslastung führen
  • Störungen an Anlagen melden und Ersatzabläufe organisieren
  • Neue und überlassene Kräfte unterweisen und einarbeiten
  • Arbeitsschutz und Ordnung in der Halle durchsetzen
  • Personalgespräche führen und Einsätze dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung in einem Logistikberuf
  • Mehrjährige Erfahrung im Lager- oder Umschlagbetrieb
  • Führungserfahrung oder Bereitschaft dazu
  • Sicherer Umgang mit Lagerverwaltungssystem und Kennzahlen
  • Bereitschaft zu Wechselschicht und Wochenenddienst
  • Ruhiges Auftreten in Konflikten

Wo man arbeitet

  • Distributions- und Fulfillmentzentren
  • Umschlaglager von Speditionen und Paketdiensten
  • Produktionslogistik der Industrie
  • Kontraktlogistik an Kundenstandorten
  • Kühl- und Frischelogistik

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsberuf besteht nicht. Üblich ist eine abgeschlossene Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik, als Fachlagerist oder in einem verwandten Beruf, mehrjährige Erfahrung im Bereich und der Aufstieg über eine Vorarbeiterrolle. Die passende Fortbildung ist der Geprüfte Logistikmeister, der auf Schichtorganisation, Personaleinsatz, Arbeitsvorbereitung, Qualität und Arbeitssicherheit zielt und vor der Industrie- und Handelskammer geprüft wird; seine Zulassungsvoraussetzungen regelt die jeweilige Fortbildungsordnung und klärt die Kammer im Einzelfall. Hinzu kommen die Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung sowie darauf aufbauend der Geprüfte Betriebswirt oder ein Studium der Logistik.

Offene Stellen als Schicht- & Teamleiter Logistik

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