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Disposition & Spedition

Sachbearbeiter Logistik

Sachbearbeiter in der Logistik führen den kaufmännischen Teil des Warenflusses: Aufträge erfassen, Termine bestätigen, Sendungen buchen, Rechnungen und Reklamationen bearbeiten.

25 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Sachbearbeiter Logistik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.800 € 3.100 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 3.800 € 4.400 € 45.600 €

Unter dieser Bezeichnung werden sehr verschiedene Aufgaben ausgeschrieben, und der Zuschnitt entscheidet stärker als die Berufsjahre. Reine Auftragserfassung wird am unteren Rand bewertet, Zoll-, Export- und Gefahrgutsachbearbeitung deutlich darüber. Hinzu kommen Branche und Tarifbindung: In Industrieunternehmen liegt dieselbe Tätigkeit regelmäßig über dem Niveau der Logistikdienstleister, weil andere Tarifwerke greifen, und die Tarifverträge des Speditionsgewerbes werden regional mit erheblichen Unterschieden abgeschlossen. Fremdsprachenkenntnisse und Systembetreuung werden häufig gesondert vergütet. Angegeben ist das Grundgehalt ohne Zulagen und Prämien.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sachbearbeiter Logistik?

Er hält die Papierseite des Warenflusses in Ordnung. Aufträge werden erfasst und auf Machbarkeit geprüft, Liefertermine bestätigt, Lieferscheine und Rechnungen erstellt, Sendungen im System angelegt und verfolgt, Frachtkosten geprüft, Reklamationen aufgenommen und Gutschriften veranlasst. Dazu kommen Stammdaten, Berichte und die Zuarbeit für Disposition, Lager und Vertrieb.

Die Stelle ist die Schnittstelle zwischen kaufmännischem und operativem Bereich, und ihr Zuschnitt schwankt erheblich. In einem Industriebetrieb liegt der Schwerpunkt auf Auftragsabwicklung und Versandpapieren, bei einem Dienstleister auf Sendungsverwaltung und Abrechnung, im Handel auf Bestellungen und Lieferterminen. Häufig gehören Auslandssendungen dazu, und dann treten Ausfuhranmeldung, Präferenznachweise und Gefahrgutdokumente hinzu. Unter derselben Bezeichnung werden deshalb sehr verschiedene Stellen ausgeschrieben, und die Frage nach dem konkreten Aufgabengebiet gehört in jedes Gespräch.

Wie wird man Sachbearbeiter Logistik?

Über eine kaufmännische Ausbildung. Naheliegend sind der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, dessen Ausbildung nach § 2 der zugehörigen Verordnung drei Jahre dauert, der Industriekaufmann, der Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement und der Kaufmann für Büromanagement. Auch Fachkräfte für Lagerlogistik wechseln in diese Rolle, wenn sie aus der Halle ins Büro wollen; der Weg ist gangbar, verlangt aber das Nachholen kaufmännischer Grundlagen.

Aufbauend eignen sich der Geprüfte Fachwirt für Logistiksysteme, der Fachwirt im Bereich Spedition und Logistik sowie Fachlehrgänge in Zoll-, Außenwirtschafts- und Gefahrgutrecht. Wer diesen Zusatz hat, wird in der Regel höher eingruppiert als die allgemeine Auftragsabwicklung, weil die Verantwortung eine andere ist.

Was der Beruf verlangt

Sorgfalt, denn hier entstehen die Belege, auf die sich später alle berufen. Eine falsche Zolltarifnummer, ein fehlender Präferenznachweis oder ein unvollständiger Frachtbrief erzeugen Kosten, die niemand mehr dem Lager zurechnen kann. Dazu kommt Termindruck, weil Abfahrtszeiten, Monatsabschlüsse und Kundenzusagen feststehen.

Die Arbeit ist überwiegend Bildschirmarbeit im Tagesdienst und damit körperlich weniger fordernd als im Lager; in Betrieben mit Mehrschichtbetrieb oder internationalem Verkehr gibt es versetzte Dienste mit frühem Beginn oder spätem Ende. Wo Nacht- oder Wochenendarbeit anfällt, gelten § 6 des Arbeitszeitgesetzes für den Ausgleich und § 3b des Einkommensteuergesetzes für die Steuerfreiheit gezahlter Zuschläge. Gute Sachbearbeitung erkennt man daran, dass sie Rückfragen vermeidet, bevor sie entstehen.

Aussichten

Die Aussichten sind zweigeteilt, und das gehört ehrlich gesagt. Standardvorgänge werden zunehmend automatisiert: Aufträge kommen über Schnittstellen, Rechnungen werden maschinell geprüft, Sendungsdaten fließen ohne Eingabe. Was bleibt und wächst, sind Ausnahmen, Klärfälle, Zoll- und Außenwirtschaftsfragen sowie Aufgaben, die Verständnis für den ganzen Ablauf verlangen. Wer sich darauf einstellt und eine Spezialisierung aufbaut, bleibt gesucht; wer nur erfasst, wird es schwerer haben. Die üblichen nächsten Schritte sind Disposition, Zoll- und Exportsachbearbeitung, Teamleitung im Innendienst oder ein Wechsel in die Prozessbetreuung.

Aufgaben

  • Aufträge erfassen und Liefertermine bestätigen
  • Lieferscheine, Rechnungen und Gutschriften erstellen
  • Sendungen anlegen, buchen und verfolgen
  • Frachtkosten prüfen und Abweichungen klären
  • Reklamationen und Schadenfälle bearbeiten
  • Ausfuhr- und Zollpapiere vorbereiten
  • Stammdaten und Konditionen pflegen
  • Auswertungen für Disposition und Vertrieb erstellen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung
  • Erfahrung in Auftragsabwicklung oder Versand
  • Sicherer Umgang mit Warenwirtschafts- und Speditionssoftware
  • Sorgfalt bei Belegen und Fristen
  • Englischkenntnisse für internationale Vorgänge
  • Freundliche und klare Kommunikation

Wo man arbeitet

  • Logistikabteilungen von Industrie und Handel
  • Speditionen und Logistikdienstleister
  • Groß- und Außenhandelsunternehmen
  • Kurier-, Express- und Paketdienste
  • Kontraktlogistik mit eigener Abrechnung

Der Weg in den Beruf

Einen Ausbildungsberuf dieses Namens gibt es nicht. Üblich sind kaufmännische Ausbildungen, insbesondere der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung mit drei Jahren nach § 2 der zugehörigen Verordnung, der Industriekaufmann, der Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement oder der Kaufmann für Büromanagement. Ebenso wechseln Fachkräfte für Lagerlogistik in diese Rolle, wenn sie kaufmännische Grundlagen nachholen. Aufbauend eignen sich der Geprüfte Fachwirt für Logistiksysteme, der Fachwirt im Bereich Spedition und Logistik sowie Fachlehrgänge in Zoll-, Außenwirtschafts- und Gefahrgutrecht, die regelmäßig zu einer höheren Eingruppierung führen.

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